Lagrein Riserva von Muri-Gries: Fürst von Metternich wäre begeistert!

Lagrein! Man könnte die Sorte im Südtirol schon fast als autochthon bezeichnen, werden doch rund 75 % aller Lagreinreben der Welt hier angebaut. Mit die besten Lagrein kommen aus einem Bozener Kloster, und dass es so weit kam, ist zu einem grossen Teil dem Fürsten von Metternich zu verdanken.

Das breite Schweizerdeutsch der Schwester in der Vinothek des Klosters Muri-Gries im Osten von Bozen vergesse ich nicht so schnell. Ich hatte damals keine Ahnung, dass „Muri“ einen sehr direkten Bezug zum Kloster Muri in der Schweiz hat. Und schon gar nicht, wie es dazu kam, dass eine Südtiroler Abtei einen Schweizer Namen trägt.

muri-griesDas Kloster Muri im Freiamt (Kanton Aargau) ist die älteste Hausstiftung der Grafen von Habsburg: 1027 errichteten es Ita v. Lothringen und ihr Gemahl Radeboto v. Habsburg. Das Koster erlebte Jahrhunderte der Blüte, welche erst mit der Säkularisierung in der Napoleon-Zeit zu Ende ging. Ganz dick kam es aber im Jahr 1841, als der Kanton Aargau beschloss, alle Klöster aufzuheben. Der Abt und die Mönche erhielten eine Frist von nur 48 Stunden, um das Kloster zu verlassen. Am Kaiserhof in Wien erreichte darauf Fürst von Metternich, dass das Haus Habsburg zu Hilfe kam. 1845 konnten die Vertriebenen im aufgehobenen Augustinerchorherrenstift Gries bei Bozen eine neue Wohnstätte beziehen. Seither besteht das Kloster Muri-Gries im Südtirol.

Dieses Kloster führt auch einen hoch angesehenen Weinbaubetrieb, der sich, nicht nur, aber vor allem, mit hochklassigem Lagrein einen Namen gemacht hat. Insbesondere die Riserva ist sehr gesucht, und deshalb war der Wein bei meinem Besuch vor einigen Jahren auch bereits ausverkauft. Ich habe dann den „normalen“ Lagrein gekauft, und auch der hat mir sehr gefallen. Nun konnte ich ein Flasche Riserva des Jahrgangs 2016 geniessen – ein rundum spannender, ausdrucksvoller Wein:

Dunkles, fast undurchdringliches Violett-Schwarz; Duft nach roten Kirschen, Cassis, Brombeeren, würzig; viel feines Tannin, gut eingebundene Säure, rund und „fliessend“. Dicht, wuchtig, aber trotzdem sehr elegant, langer Abgang. Grossartiger Wein abseits des Mainstreams!

Die besten Lagen für den wärmebedürftigen Lagrein befinden sich im Talboden auf Fluss-Schwemmland, und solche Lagen gibt es rund um das Kloster. Leider hat die Ausdehnung der Stadt Bozen nach Osten viele frühere Reblagen zerstört, aber jene der Abtei sind geblieben. Seit ein paar Jahren wird sogar ein „Super-Lagrein“ aus einer Lage direkt beim Kloster produziert, der „Weingarten Klosteranger“. Er soll grossartig sein, liegt aber auch preislich in sehr hohen Sphären (ca. CHF 90.00). Auch die hier beschriebene Riserva ist nicht billig (etwas unter CHF 40.00), aber sie ist jeden Franken wert. Fürst von Metternich würde sich – wenn er gerade mal keinen Sekt möchte 🙂 – über diesen Tropfen mit Sicherheit sehr freuen!

Angesichts der Qualität dieses Weines ist es erstaunlich, dass der Lagrein bisher kaum über das Südtirol und das Trentino hinaus angebaut wird. Die Sorte wird zwar generell als stark tragend und nur in guten Lagen voll ausreifend beschrieben, aber der Ertrag lässt sich regulieren und die Klimaerwärmung dürfte für diese Sorte eher vorteilhaft sein. Wer weiss, vielleicht findet der Lagrein mit der Zeit auch ausserhalb des Südtirols eine neue Heimat?

Der Lagrein ist eine Kreuzung zwischen Vernatsch und Teroldego, und er soll bereits vor über 600 Jahren im Südtirol angebaut worden sein. Kurioserweise wird er aber als weisse Sorte erwähnt; „erst“ im 16. Jahrhundert finden sich auch Hinweise auf eine rote Varietät. Entsprechend sind solche Hinweise vermutlich mit Vorsicht zu geniessen. Tatsache ist, dass aus der Lagrein inzwischen mit die grössten Weine des Südtirols entstehen, und dass die Sorte zweifellos grosses Potential hat.

https://www.muri-gries.com/
https://www.martel.ch/shop/abtei-muri-lagrein-riserva-mug2716.html

Und die Links zu den Klöstern (zurst Muri-Gries, dann eine Beschreibung Muri im Freiamt, AG)
https://www.muri-gries.it/
https://aargautourismus.ch/erleben/kirchen-kloester/kloster-muri

Viva l’Italia! Pignolo – aber kein bisschen kleinlich!

Italien kann ja gerade etwas gute Presse brauchen! Und wenn ich hier einen Wein aus einer speziellen Sorte, der Pignolo, von Torre Rosazza beschreibe, dann fällt es auch ganz leicht, gut über das Land bzw. dessen Weine zu berichten!

Pignolo – übersetzt heisst das „kleinlich“ oder „pingeling“. Warum die Sorte so heisst, habe ich nicht verbindlich rechercherien können, aber der Verdacht liegt nahe, dass ihre bescheidenen Erträge ihr diesen Namen verliehen haben. Andere Erklärungen sehen allerdings ihre Traubenform als Namensgeber, „pigna“ = Tannzapfen.

Wie auch immer, die Sorte ist im Friaul seit rund 700 Jahren dokumentiert, war aber praktisch ausgestorben, bevor sie in den 1970er Jahren aus über hundert Jahre alten Ablegern von wenigen wiederentdeckten Stöcken (in der Abtei von Rosazza) wieder vermehrt wurde. Inzwischen sind schon über 100 Hektar im Friaul mit dieser Sorte bepflanzt – Tendenz steigend.

Wenn man den Pignolo 2014 des Weingutes Torre Rosazza probiert, dann weiss man auch warum! Mag die Sorte schwierig zu pflegen und anfällig auf den echten Mehtau sein – qualitativ ist sie hervorragend.

Dunkles, dichtes Violett; reife, schwarze Kirschen, Brombeeren, Heidelbeeren, leichte Holznote; im Mund mit enorm vielen, aber sehr feinen Tanninen vollbepackt, trotz Adstringenz sehr ausgewogen, schöne Säure, spürbarer, feiner Holzton, sehr dicht, fast endloser Abgang. Spannender und sehr eigenständiger Wein, der auch im Alter von 6 Jahren noch sehr frisch und jugendlich wirkt!

Der Wein ist eigentlich unvergleichlich, aber wer sich trotzdem gedanklich annähern will, der stelle sich eine Mischung zwischen einem nach Kirschen duftenden Chianti classico und einem satten, tanninbetonen aber runden Merlot vor – das geht so ungefähr in die Richtung des Pignolo!

Dieser Wein ist so etwas wie der Inbegriff für Gewächse, wie ich sie in meinem Blog am liebsten beschreibe: qualitativ hervorragend, weit abseits des vereinheitlichten internationalen Stils und (vorliegend mit Fr. 32.00 halbwegs) bezahlbar. Eine echte Trouvaille, die ich immer wieder kaufen werde – das einzig Negative wird sein, dass ich dabei immer an Corona werde denken müssen! Aber gerade deshalb: Viva l’Italia!

http://www.torrerosazza.com
https://www.bindella.ch/de/torre-rosazza-produzent-produkte.html?producer=Torre+Rosazza

Amarone zum Dritten: ein Gastbeitrag, feinfühlig und fachkundig

Zuweilen muss man sich eingestehen, dass andere etwas einfach besser können! Nach meinem letzten Artikel über den Amarone „Capitel Monte Olmi“ von Tedeschi hat Michael Holzinger einen wunderschönen und tiefsinnigen Kommentar hinterlassen, der einem eigenständigen Artikel entspricht und den ich selbst so nie hingekriegt hätte.

Daraus spricht so viel Feinfühligkeit und Fachwissen – für Amarone im Speziellen, aber eigentlich für den Umgang mit Wein ganz generell – dass ich diesen Text hier, in Absprache mit Michael, als Gastbeitrag veröffentliche, weil der Beitrag „nur“ als Kommentar ein Mauerblümchendasein fristete – und das hat er nicht verdient. Nachfolgend also eine Kopie des Kommentars von Michael Holzinger:

„Zuerst mit einem Schmunzeln angedacht, wie altert denn ein Wein, hier Amarone, „farblich nicht ganz so gut“? Umgekehrt, wie müsste ein Wein aussehen, der „farblich schlecht altert“?

Aber Spaß beiseite. Was ich aus eigener Erfahrung mit Amarone hinzufügen kann, ist folgendes:

Seit 1985 kaufte, trinke und lagere ich Amarone-Weine. Noch heute habe ich, inzwischen wohl recht rare Flaschen, aus den Jahren 80, 81, 83, 85, 86, 88, sowie letzte Einzelflaschen aus den 60er und 70er Jahren. Auch wenn ich in verschiedenen Wein-Zirkeln, sicher so wie Sie und viele andere Wein-Liebhaber, nichts gegen reine Degustationen habe, wo es um lebhaftes Verkosten und Diskutieren geht, und jeder dann einige besondere Weine für die Runde beisteuert, so sind diese nun älteren und alten Amarone allein dem sehr bewussten Genuss, mit wenigen Freunden und einem guten Essen, vorbehalten.

Diese Weine kommen aus einer Zeit, als der Amarone noch seine „Export-Identität“ suchte, sich die Absatz-Märkte langsam und schrittweise aufbauen mussten. Die Tropfen waren großenteils noch sprichwörtlich „traditionell“ erzeugt. Ich kenne einige der heute berühmten Namen noch vor den großen Umbauten und Investitionen, bevor moderne Anbauten und architektonische Prachtbauten und repräsentative Keller neu entstanden. Und mit den neuen Kellern und auch neuen Trocknungs-Räumen mit Top Klima-Technik, für die weitere Dehydratisierung der Trauben für Amarone, hielt eine ganze Welle der Technik-Innovationen Einzug in die Betriebe. So wie zugleich auch in den anderen Regionen Italiens, ganz vorneweg die nördlichen Gebiete des Stiefels: Veneto, Lombardei, Piemont, Friaul zum Beispiel.

Heute gibt es eine weitaus größere Anzahl an Amarone-Erzeugern im Programm, die Mengen-Zuwächse an Fläche, Ertrag und abgefüllten Flaschen der letzten 20 Jahre können fast schon Angst machen. Und die stilistische Palette modern gemachter Amarone ist so breit wie nie. Manches hat nur noch entfernt mit den wunderbaren Weinen aus den 80er und 90er Jahren zu tun. Leider!

Wenn ich heutzutage ein bis zwei Flaschen Amarone, im Herbst bis Winter eines Jahres aufmache, dekantiere, und dann genieße, habe ich einen Geschmack und einen Duft fast vergessener Zeiten im Glas. Die Weine zeigen sich in einem seltenen, tiefdunklen rubinrot von außergewöhnlicher Leuchtkraft. Ich bin sonst eher ein Kritiker zu blumiger Verkostungs-Beschreibungen, Aber so ein Wein-Erlebnis bieten mir heute nur noch wenige Amarone-Erzeuger, im ultra-modernen Stil bislang oft gar nicht.

Dass übrigens gereifte Amarone oft Bewertungen, auch international und renommiert, zwischen 88 bis 91, 92, manchmal noch 94 und selten 95 Punkte erzielen, liegt meiner Meinung nach an dem fehlenden Bezug der Verkoster zur Geschichte und zum Sinn eines solchen Weines.. Dieser Wein war immer ein besonderer, für besondere Anlässe. Und auch deswegen ist jeder Versuch zum Scheitern verurteilt, sich mit der Präzision und dem Schliff anderer großer Rotweine zu vergleichen, wie z. B. in der Toskana, Bordeaux oder anderen Gebieten.

Das war nie der Sinn eines Amarone. Hier geht es um Tiefe, um eine gewisse Opulenz, zu einem reichhaltigen, prallen und besonderen, ja vollen Moment des Lebens. Was mit diesen Weinen in den Export-Märkten geschieht, und wie und wann die Einheimischen solch einen Wein selber dann genießen, sind zwei ganz verschieden Dinge.

Den Monte Olmi, wie Sie ihn beschrieben haben, geschätzter Victor, kann ich gut nachvollziehen. Es ist nur wenige Jahre her, als ich erst einen von 1974 und ein Jahr später einen 1988 hatte – beide waren intakt und wunderbar.

Abschließend kann ich sagen, dass ich mit den Klassikern wie Bertani, Zenato, Tedeschi, Masi, Tommasi, in die Welt der Amarone damals eingedrungen bin. Und all diese Weine aus den 80ern und 90ern sind bis heute noch, mit großer Typizität und viel Charakter, in der Regel mit Freude zu genießen.

Das einzige, was ich zugeben muss, ist, dass die Lagerung eine sehr wichtige Rolle gespielt hat. Das ist natürlich immer so, aber Amarone macht das sehr energisch deutlich. Wir haben wiederholt die gleichen Weine, aus einem Einkauf damals, aus meinem Klimaschrank und aus einem normalen Wohn-Keller, nebeneinander verkostet. Das konnte man nach über 25 Jahren dann nicht mehr ignorieren. Die nötige Frische und den nötigen Glanz hatten nur die konstant Klima-gelagerten Weine aufzuweisen. Also Augen auf beim Nachkauf, würde ich sagen. Und die Mehrzahl der Weine erinnern nach so vielen Jahren oft zuerst kurz an Kuhstall, sozusagen. Dekantieren ist dann sicher meist Pflicht.

Diese Weine sollten in keiner bunt gemischten Probe sich sinnlos messen müssen. Sie sollten ein schönes, großzügiges Essen mit besten Freunden krönen.

Michael Holzinger

Monte Olmi zum Zweiten: ein Gesamtkunstwerk

Mein letzter Artikel beschrieb den Amarone „Capitel Monte Olmi“ 2004 von Tedeschi.
https://victorswein.blog/2019/03/03/tedeschi-monte-olmi-2004-ueberzeugend-gereifter-amarone/

Gleich zwei der drei den Betrieb führenden Geschwister Tedeschi kommentierten darauf per Mail den Beitrag, und Riccardo, verantwortlich für die Weinherstellung schrieb: „es stimmt, Amarone altert farblich nicht so gut, aber in den Aromen sehr wohl“. Und zum beschriebenen Jahrgang: „Das Problem des 2004ers (von mir vor zwei Wochen degustiert) ist, dass er im Mund immer noch jung ist“. Dem kann ich mehr als zustimmen (ich hatte geschrieben, dass der Wein auch in 10 Jahren noch gefallen werde), aber das Wort „Problem“ würde ich nicht verwenden – da ist keines, der Wein ist einfach nur toll und wird es noch lange bleiben!

Riccardo Tedeschi hat mir auch zwei Fotos des Rebberges zugestellt. So kommen Sie hier also in den Genuss des richtigen Monte Olmi – und nicht nur eines Stimmungsbildes aus der Gegend, wie ich es aus eigenem Bestand verwendet hatte.

Ist das Titelfoto nicht einfach fabelhaft? Diese gepflegte Anlage wirkt auf mich wie feine Architektur, wie Kunst – herrliche Kulturlandschaft . Dieses Foto und die Qualität des Weines – ein Gesamtkunstwerk. Das unbeschnittene Foto hier:

Das nachfolgende zweite Bild zeigt den Rebhang von Monte Olmi im Kontext mit der traumhaften Landschaft des Valpolicella. Im letzten Beitrag hatte ich geschrieben, die Gegend sei einen Abstecher wert. Ich korrigiere mich: sie ist eine Reise wert. Und die Weine eine hohe Beachtung!

Ca‘ del Bosco – eine Perle mit mehr als nur Perlen

Die Schaumweine aus der Franciacorta, einem jungen und kleinen Weinbaugebiet am Iseo-See, dem wunderschönen, aber am wenigsten bekanntesten See Oberitaliens, haben inzwischen ein Renommée erreicht, das der Champagne das Fürchten lernen muss. Dabei hat das Gebiet keine Weintradition, und ohne die – finanziell enormen – Pionierleistungen von Unternehmen wie Ca‘ del Bosco, Bellavista und Cavalleri wäre das Gebiet im Osten der Lombardei wahrscheinlich heute noch keinem Weinliebhaber geläufig. Dabei ist Ca‘ del Bosco heute wohl der bekannteste Anbieter, die Pionierrolle gebührt aber eigentlich Guido Berlucci, Besitzer des Schlosses Borgonato, der hier als erster mit einer Spumante classico-Produktion begann.

Stilles, aber auch „schäumendes“ Idyll: Franciacorta am Iseo-See (Bild ab Hompeage von Ca‘ del Bosco)

Bis heute weniger bekannt bis verkannt sind die stillen Weine, die hier auch produziert werden. Jens Priewe schrieb in seinem 1987 erschienenen Standardwerk „Italiens grosse Weine“ noch: „der weisse und der rote Franciacorta sind solide, ordentliche Tropfen – aber auch nicht mehr“.

Nun, Franciacorta ist ein junges Anbaugebiet, und es hat sich vielleicht auch deshalb in den letzten 30 Jahren so rasant entwickelt. Das beweist auch der Curtefranca bianco von Ca’del Bosco 2015. Dieser Wein, eine Assemblage aus Chardonnay und Pinot blanc, wurde zwar schon 1972 erstmals hergestellt, aber eben, anfangs offenbar eher als „ordentlicher Tropfen“ eingestuft. Aber so, wie es die Schaumweine an die absolute Weltspitze gebracht haben, hat augenscheinlich auch die Qualität der stillen Weine, und namentlich des Curtefranca, eine tolles Niveau erreicht:

Helle Farbe, feine, dezente Nase mit Anflügen von Reineclauden, weissem Pfirsich und Apfelbüten. Im Mund füllig, rund, kraftvoll und sehr harmonisch; langer Abgang. Erstaunlicher, toller Wein ohne Allüren!

Diese weisse Cuvée zeigt, dass die „Weingeschichte“ nicht stehen bleibt. „Noch Anfang der 1960er Jahre hatte der Weinbau in diesem Landstrich eine vollkommen unergordnete Bedeutung“ (Jens Priewe), und heute spielt das kleine Gebiet im Konzert der Grossen ganz vorne mit, offensichtlich auch mit den stillen Weinen.

http://www.cadelbosco.com/en/
https://www.bellavistawine.it/en
https://www.cavalleri.it/en/land/
https://www.berlucchi.it/en/history/


„Bien traité“ in Winterthur
Gekauft habe ich diesen Wein als Einzelflasche in der Weinhandlung Traité in Winterthur. Dieses Geschäft ist eine Institution, und eigentlich müsste man es unter Denkmalschutz stellen und ihm verbieten, jemals seine Türen zu schliessen! Das Geschäft gibt es seit 1917, und zumindest so lange ich mich als Kunde erinnern kann, also etwa 40 Jahre, sieht hier alles noch genau so aus, wie es immer war! Um einzutreten, muss man zuerst einmal drei Stufen nach unten steigen, und dann ist jedes Gestell, jede Nische, auch die Verkaufstheke und das Büro im Fonds noch originalgetreu erhalten.
Das bedeutet aber Kontinuität im positiven Sinn des Wortes, denn das Sortiment ist durchaus nicht stehen geblieben, die verfügbare Auswahl zeugt von viel Fachwissen und, trotz vielen Klassikern, auch Neugierde und Zeitgeist. Nur die Homepage ist noch nicht in der Zeit angekommen, aber das Lokal lohnt immer einen Besuch!
http://www.traite.ch/