Die unschöne Geschichte zum Schweizer Nationalfeiertag. Weinabsatzkrise: die zornigen Mini-Trumps, die ihre Kunden als Feind erkannt haben.

Es brodelt in (West-)Schweizer Winzerkreisen. Und kaum tritt der seit Jahren absehbare Konsumrückgang von Wein tatsächlich ein, wird der Ruf nach dem Staat und nach neuen Zöllen – Trump lässt grüssen – laut. Die Winzer setzen damit den notwendigen Goodwill der Schweizer Weinfreunde aufs Spiel!

Gefährliche Früchte des Zorns!

Sicher wissen Sie, dass der Roman „Früchte des Zorns“ in Chaos und Totschlag mündet. Und dass der Roman im Original „the Grapes of Wrath“ heisst. Dass sich eine Winzervereinigung unter diesen Vorzeichen und bewusst darauf Bezug nehmend, „les Raisins de la colère“ nennt, lässt aufhorchen und Böses ahnen.

Symbolbild: Blick auf den Genfersee und die Reben der La Côte, hier in der Nähe von Rolle.

Les Raisins de la colère, welche gemäss NZZ (26.07.2025, Link siehe unten) rund 400 Sympathisanten haben soll, vertritt Winzer, die offenbar mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Tatsächlich war es für viele schwierig bis unmöglich, die Teuerung der letzten Jahre mit höheren Weinpreisen weiterzugeben, und nun ist im Jahr 2024 der Weinkonsum um happige 8 % gesunken. Viele bringen ihre Weine auch zu nicht angehobenen Preisen kaum mehr auf den Markt.

Schuld sind immer die anderen: Die Grossverteiler …

Immerhin haben die zornigen Winzer den Feind bereits erkannt: Es sind natürlich die ausländischen Produzenten und vor allem die Grossverteiler, welche ausländischen Wein zu Tiefpreisen anbieten und damit den einheimischen Winzern das Wasser bzw. den Wein abgraben. Der Initiator der zornigen Gruppe wird in der NZZ mit der Aussage zitiert, dass Coop beispielsweise aktuell einen Spumante für CHF 3.15 und einen französichen Landwein für CHF 4.40 im Angebot habe. Ein Schweizer Winzer müsse seine Weine für 8 bis 12 Franken verkaufen können.

Diesen Aussagen kann man durchaus zustimmen. Dass die Produktionskosten in der Schweiz zu einem kostendeckenden Preis von etwa acht Franken führen müssen, ist klar. Und dass Weine für unter fünf Franken, auch unter Berücksichtigung der tieferen Prioduktionskosten im Ausland, zu Lasten vor Irgendjemandem gehen müssen, ist ebenso einleuchtend. Dass dieser Igendjemand nebst der Natur vor allem auch der Winzer ist, dürfte sicher sein. So gesehen habe ich Verständnis und Sympathie für die zornigen Winzer.

Trotzdem greift ihr Zorn leider zu kurz. Ein kleiner Vergleich im untersten Gestell der Weinabteilung von Coop zeigt, dass auch der billigste Schweizer Wein nur 5 Franken kostet. Also liefern augenscheinlich auch hiesige Winzer oder Weinbetriebe Weine zu nicht kostendeckenden Preisen.

… und die Weinfreunde, die ausländischen Wein aus den Ferien mitnehmen.

Vor allem aber haben die Winzer einen zweiten Feind entdeckt, und das ist der oder die Weinfreund/Weinfreundin, der/die nicht immer nur den gleichen Wein trinken will. Sie fordern nämlich, dass die Zollfreigrenze von bisher sechs auf neu zwei Flaschen gesenkt werden müsse.

Sechs Franken Zoll retten die Weinbranche? Lächerlich!

Bloss: Auch wenn der private Import nicht zu unterschätzen ist, wäre das nichts mehr als der berühmte Tropfen auf den heissen Stein. Wenn ich heute sechs Flaschen privat importiere, dann bezahle ich keinen Zoll. Künftig würde mich das sechs Franken kosten (3 lt à CHF 2.00). Wird ein vernünftiger Weinfreund wegen sechs Franken keinen Wein im Ausland kaufen, wenn er ihn eben gerne hat? Und überhaupt: Wenn ich als Privatperson im Ausland Wein kaufe (in meinem Fall praktisch ausschliesslich direkt bei Winzerinnen und Winzern), dann bleibt es kaum je bei sechs Flaschen, und dann zahle ich eben den Zoll von zwei Franken pro Liter.

Es ist also – mit Verlaub – geradezu lächerlich, sich von einer Senkung der ohnehin schon kleinlichen Zollfreigrenze einen positiven Einfluss auf den Weinabsatz in der Schweiz zu erhoffen. Ich behaupte schlichtweg, dass das Gegenteil eintrifft. Die Schweizer Winzerinnen und Winzer – und insbesondere jene aus der Westschweiz – sind ja sehr darauf angewiesen, dass sie bei Weingeniessern über ein gutes Image verfügen. Echte Weinfreunde sind aber in den meisten Fällen solche, die Wein entdecken wollen – und da gehören halt auch ausländische Tropfen dazu. Wenn man nun aber genau diese Klientel mit solch kleinkarierten Forderungen vor dem Kopf stösst, dann sind Gegenreaktionen geradezu vorprogrammiert.

Wir Schweizer Heuchler.

Und Heuchler sind wir Schweizer darüber hinaus: Aktuell ärgern wir uns sehr und zu Recht über den 39%-Zollhammer von Trump – gleichzeitig erheben wir ohne Weiteres selbst Zölle, die zumindest teilweise obskur anmuten. Von den kleinlichen Freigrenzen ganz zu schweigen.

Wir Schweizer Trumps.

Ins gleiche Kapitel gehört der kleine „Trumpismus“ der Schweizer Politik. Erst per anfangs Jahr wurde die Freigrenze für die Mehrwertsteuerabgabe für Importe von CHF 300.00 auf die Hälfte reduziert. Und es gibt, das allerdings schon länger, auch nicht mehr wie anfangs nach der Einführung der MwSt, keinen Abzug der Freigrenze mehr. Heute geht das deshalb so: Unter 150 Franken keine Abgabe, bei 151 Franken die volle Mehrwertsteuer auf dem ganzen Betrag.

Gerade für echte Weinfreunde ist diese Regelung ein Ärgernis. Ich selbst kaufe im Ausland nie in Supermärkten und nur selten einmal in Fachgeschäften, sondern bei der Winzerin oder dem Winzer direkt. Und praktisch keiner dieser Betriebe ist adminstrativ darauf eingerichtet, die dortige MwSt zurückzuerstatten. Somit bezahle ich am Schluss für einen Wein, den ich grandios finde und im Keller haben will, der in der Schweiz aber bei keinem Händler erhältlich ist, die MwSt doppelt, im Herkunftsland und in der Schweiz.

Bürokratie? Völlig egal, wenn sie den eigenen Interessen dient!

Tiefe Zoll- und MwSt-Grenzen führen zu einem enormen administrativen Aufwand bei minimalem Ertrag. Wer Lust auf ein kleines Bürokratie-Abenteuer hat, kann gerne ganz unten nachlesen. Und nun wollen also unsere „zornigen Trauben“ diese unsägliche Bürokratie noch steigern, indem bereits ab drei Flaschen zu verzollen wäre. Und ausgerechnet zwei Vertreterinnen von Parteien, die sonst immer die Bürokratie abbauen wollen oder sich liberal geben, unterstützen das noch bzw. fordern gar, der MwSt-Freibetrag sei auf CHF 50.00 zu senken.

So, nachdem ich mich nun fast schon in einen Zorn gesteigert habe, noch dies:

Das Fiasko war vorhersehbar!

Dass der Weinkonsum rückläufig ist, konnte man seit der Jahrtausendwende jeder Statistik entnehmen. Jeder vernünftige Unternehmer hätte das gemerkt und sich überlegt, wie darauf zu reagieren sei. Nur in der Landwirtschaft und besonders im Weinbau gelten offenbar andere Regeln. Auch wenn der Absatz stockt, wird weitergemacht wie bisher – und in der Not ruft man dann den Staat, den weite Teile dieser Berufsgruppe sonst gerne zum Teufel wünschen! Ob nun der extrem starke Rückgang um 8 % im Jahr 2024 ein z.B. der Wirtschaftslage geschuldeter Einzefall war, wird sich noch weisen müssen. Wer aber die Diskussionen rund um den Alkoholkonsum und die (vermeintlich …) gesundheitsbasierte neue Ernährung mitverfolgt hat, musste doch unweigerlich merken, dass sich da etwas zusammenbraut.

Nebenbei: Jedes Restaurant, das sich nicht an die gewandelte Gesellschaft und neue Konsumgewohnheiten anpasst, muss irgendwann einfach schliessen, da hilt jeder Zorn, jedes Jammern und auch jeder Zoll nichts. Und das ist ja auch reihenweise geschehen – auch das hätte den Winzern ein Zeichen sein müssen.

Im Kanton Zürich stieg der Weissweinkonsum um 28 %! Aber da gibt es auch mehr als „nur“ Chasselas!

Und dann wäre da noch die Tatsache, dass der Weinkonsum auch im Jahr 2024 nicht überall massiv zurückgegangen ist (Quelle: Weinwirtschaftsstatistik 2024, Link siehe unten). Die Winzer im Kanton Zürich setzten beispielsweise 28 % mehr Weisseine ab als im Vorjahr! Aber die Zürcher Winzer haben auch frühzeitig diversifiziert, im Gegensatz zu ihren Kolleginnen und Kollegen etwa in der Waadt. Dort sind immer noch von rund 2430 Hektar Weissweinreben deren 2190 mit Chasselas bestockt (was rund 55 % der gesamten Rebfläche des Kantons entspricht). Und gerade diese Sorte hat ein Imageproblem, an der Spitze zwar völlig zu Unrecht, die besten Chasselas/Gutedel können grandiose Weine hervorbringen. In der Breite allerdings sind diese Weine doch zuweilen von bescheidener Qualität und entsprechen aufgrund ihrer neutralen Art nicht dem heutigen Geschmack junger Weinkonsumenten. Und dann wundern sich die welschen Weinproduzenten, dass ihr Umsatz zurückgeht! Genauso verschlafen haben die Westschweizer den Trend zu Piwi-Sorten, welche zu weniger Aufwand führen. So stehen im rebflächenmässig weit kleineren Kanton Zürich grössere Piwi-Bestände als in der Waadt!

Marketing? Fehlanzeige!

Ganz abgesehen davon hat die Weinbranche – und das gilt jetzt für die ganze Schweiz – auch im Markteing vieles vernachlässigt. Es ist völlig korrekt, wenn die zornigen Winzer darauf hinweisen, dass eine Flasche Wein zur Deckung der Kosten mindestens acht Franken kosten muss. Aber wann hat man je von einer Branchenorganisation oder einem Winzer eine entsprechende, aufklärende Berechnung gesehen? Wann wurden die Kosumentinnen und Konsumenten in der Breite darüber informiert, wie unglaublich viel Aufwand zur Erzeugung eines guten Weins notwendig ist? Wann wurde schweizweit der Rebbau als Kulturerbe beworben? Wann wurde darauf hingewiesen, dass die besten Schweizer Winzerinnen und Winzer inzwischen Weltspitze sind? Und letztlich auch: Warum wurde kaum je versucht, Wein in grösserem Stil zu exportieren?

Exportbemühungen? dito!

Als Verantwortlicher einer Marketing- oder Branchenvereinigung, aber vielleicht gar als einzelner Winzer, wäre ich in diesem Frühjahr nach Kanada gereist und hätte meine/unsere Weine vorgestellt. Wann, wenn nicht jetzt im Trump-Wahnsinn, hätte dieser Markt besser erschlossen werden können? Vielleicht sind ja die administrativen Hürden sehr hoch – aber das wäre doch zumindest einen Versuch wert gewesen! Aber eben, lieber schimpft man über Trump, über „die in Bern“ und über die ganze Welt! Dabei ist im Zorn noch nie etwas Gutes entstanden!

Die einen Winzer haben eine langweilige Homepage – andere bereits KI!

Und zu guter Letzt: Gestern habe ich die Homepage eines innovativen und qualitativ hochstehenden Weingutes besucht. Die ist nicht nur sehr gut aufgebaut und sehr informativ, hier empfängt mich der Inhaber bei Bedarf gar mit einem KI-Chat, der erstaunlich gut funktioniert. Wenn ich die Homepage des Initianten der „zornigen Früchte“ ansehe, fühle ich mich um Jahre zurückversetzt: einfallslos, informationslos, aktualitätslos, lieblos.

Und dabei sind sehr, sehr viele Schweizer Weine grossartig.

Ich bin mir bewusst, dass dieser Beitrag provozieren wird und mich wohl auch einige Abonnenten kostet (wobei ich ja nichts verliere, das Abo ist bekanntlich gratis und werbefrei). Wer freilich meinen Blog schon länger abonniert hat wird wissen, dass mir die Schweizer Weine sehr am Herzen liegen und dass ich überzeugt bin, dass hier grossartige Gewächse angeboten werden. Bloss: Die herausragenden Schweizer Weine, die teils ohne Weiteres der Weltspitze zuzurechnen sind, kommen von Winzerinnen und Winzern, die schon länger über den eigenen Nasenspitz hinaus gedacht haben, die innovativ sind, immer nach noch besserer Qualität streben – und die sich ganz sicher nicht „zornige Trauben“ nennen würden!

Ein Hoch auf den guten Schweizer Wein!


Zum Thema Grossverteiler und Schweizer Wein:

Coop mit Allgemeinplätzen, aber mit vorbildlich hohem Umsatz an Schweizer Weinen …

Ich habe bei Coop nachgefragt, leider aber nicht viele konkrete Auskünfte erhalten, insbesondere nicht auf die Frage, welchen Anteil am Umsatz die Weine unter 5 Franken ausmachen (was ich allerdings aus Konkurrenzgründen verstehe). Auf die Frage, ob es ökologische und/oder soziale Vorgaben gibt, die Coop beim Weineinkauf beachtet, hiess es ziemlich weichgespült: Coop legt im Bereich Wein Wert auf eine nachhaltige Beschaffung, die auf ressourcenschonende und umweltfreundliche Produktion sowie Transport setzt. Wir pflegen einen partnerschaftlichen, transparenten und fairen Umgang mit unseren Lieferanten und setzen grundsätzlich auf langfristige Partnerschaften. Und auf die Frage danach, was Coop zur Förderung des Absatzes von Schweizer Wein unternehme, lautete die Antwort: Wir unternehmen mit unterschiedlichsten Aktivitäten und Promotionen grosse Anstrengungen, um den Verkauf von Schweizer Weinen zu fördern. Mit unserer Eigenmarke Miini Region engagieren wir uns zudem für die Stärkung der regionalen Wertschöpfung. So ermöglichen wir auch kleineren Winzern attraktive Absatzmöglichkeiten.

Letzteres ist doch immerhin etwas. Zudem weist Coop darauf hin, dass der Anteil der Schweizer Weine bei rund einem Drittel liege, bei den Weissweinen stammen sogar zwei von drei verkauften Flaschen aus der Schweiz. Gerade da, wo die Westschweiz stark ist (in der Waadt sind 2/3 der Rebfläche mit Weisswein bepflanzt), ist also auch Coop stark. Und letztlich leben wir in einer freien Marktwirtschaft, womit die Grossverteiler auch nicht dazu verpflichtet wären, Schweizer Weine bevorzugt zu behandeln. Für mich fällt Coop jedenfalls als Sündenbock ausser Betracht.

… und Denner mit einer Peinlichkeit zum 1. August!

Aber die einheimischen Gewächse fair zu behandeln, das dürfte man von einem Grossverteiler ja schon verlangen. Und da hat Denner soeben genau das Gegenteil gemacht. Ein Waadtländer Winzer hat das nachfolgende Bild in den sozialen Medien gepostet. Werbung mit Schweizer Fahnen für einen italienischen Wein – sorry, aber das geht nun gar nicht und grenzt wohl schon fast an unlauteren Wettbewerb!

Eine Frechheit: Werbung für einen Halbpreis-Amarone mit Schweizerfahnen. Dieser Discounter aus der Migros-Gruppe macht sich mehr als lächerlich.

Peinlicher geht es nicht! Da bekommt man schon fast Verständnis für die zornigen Winzer.

Aber eben: Wir wissen, wie „die Früchte des Zorns“ endet!

Links:

NZZ-Beitrag (leider hinter Paywall):
https://www.nzz.ch/schweiz/trump-hat-es-vorgemacht-welsche-winzer-wollen-wieder-zoelle-auf-auslaendische-weine-ld.1895021

Weinwirtschaftsstatistik 2024:
6637e6b3-c541-41b8-a66e-32c58f14f3c2.pdf

Und ein sehr lesenwerter Beitrag des Wirtschaftsmagzins „muula“ zum Thema:
https://muula.ch/aktuell/schweiz-will-den-wein-sozialismus-ausbauen-bund-kantone-subvention-bauern-weinereserven-planwirtschaft-risiko-ernteausfall-versicherung-svv-wallis/


Bürokratie im Hochquadrat – und für Nichts!

Hier also noch das kleine Abenteuer beim Verzollen von Wein: Eigentlich gäbe es eine App namens Quickzoll. Diese ist aber eher ein Slowzoll. Nicht nur ist sie nicht in der Lage, unterschiedliche MwSt-Sätze zu verarbeiten (wenn jemand Lebensmittel im Ausland kauft und mit der App verzollt, bezahlt er zuviel). Dazu ist es ebenso nicht fähig, den aktuellen Eurokurs zeitgerecht abzubilden. Und der Zahlungsablauf hat zumindest bei mir in den letzten Monaten bei zwei Versuchen versagt!

Somit wird ein völlig verrückter bürokratischer Aufwand ausgelöst. Ich habe kürzlich für rund 160 Euro sechs Flaschen Wein eingekauft und wollte die auch ordentlich mit Quickzoll verzollen (bzw. die MwSt bezahlen). Rund CHF 13.00 berechnete die App, zum Glück blieb das Zahlen dann aber wie erwähnt ohne Erfolg. Also habe ich am unbemannten Zollamt ein Formular ausgefüllt und in die Box geworfen, mit dem Resultat, dass mir ein Zollbeamter später per A-Post mitteilte, meine Einfuhr unterstehe keiner Abgabe (offenbar war der Eurokurs gerade tiefer als in der App hinterlegt).

Und einen solchen bürokratischen Unsinn wollen uns – und vor allem den armen Zollbeamten – die zornigen Winzer (und mit ihnen Vertreterinnen von SVP und FDP) also neu bereits ab drei Flaschen einbrocken?

Einen schönen Schweizer Nationalfeiertag allen …

Und „muula“ bzw. die Uni Lausanne äussert sich achzum Unsinn der tieferen MwSt-Freigrenze:

Universität Lausanne zerrupft Bundesrat-Entscheid

3 Gedanken zu “Die unschöne Geschichte zum Schweizer Nationalfeiertag. Weinabsatzkrise: die zornigen Mini-Trumps, die ihre Kunden als Feind erkannt haben.

  1. Kurt Portmann

    Lieber Viktor
    Es ist wie immer – jammern statt handeln! Verpasste Chance!
    Ich war über den 1. August in der Romadie – aus Sentimentalität und auch aus Lust an Neuem im La Côte. Aber welche Enttäuschung. Nirgends konnte ich degustieren! Man(n) muss ich telefonisch anmelden und einen Degustationstermin vereinbaren – zu einem Termin, dem dem Bauern genehm ist. Und dann kostet das vielerorts wirklich Geld (20 – 40 Franken).
    Wenn also die Winzer es nicht für notwendig halten, für ihre Kunden (auch spontan) da zu sein, geht es ihnen gut / zu gut.
    Sich um den Absatz seiner Produkte zu kümmern geht anders!

    Vielleicht wäre es einmal einen Newsletter wert, wie die Winzer auf ihre Kunde zugehen oder eben nicht.
    Im französischen Süden kann ich fast jederzeit auf ein Weingut fahren, der Onkel, Grossvater, die ältere Tochter, die Frau oder der Weinbauer selber finden Zeit, mir ihre Produkte vorzustellen. Und ich kaufe ….

    Fazit: Wem es zu gut geht, der will, dass es ihm noch besser geht. Klappt das nicht, ist natürlich nicht er schuld … Ich habe kaum Verständlis für die Schweizer Winzer.
    Abgesehen davon: Immer nur Chasselas, Müller/Thurgau und Pinot trinken mag ich auch nicht 🙁

    Danke für deinen Artikel und machts guet
    Kurt

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